Eine Geschichte Deutschlands

Im März 1920 versuchten reaktionäre Militärs und konservative Politiker die noch junge Weimarer Republik zu beseitigen. Den „Kapp-Lüttwitz-Putsch“ beantworteten die demokratischen Kräfte mit einem bis dahin beispiellosen Generalstreik, der den Umsturzversuch bereits nach fünf Tagen vereitelte. Im Ruhrgebiet kehrte mit dem Ende des Putschversuches jedoch keine Ruhe ein: Verschiedene Gruppen hatten sich bewaffnet, ein Teil von Ihnen wollte den Kampf fortsetzen, um ein Rätesystem zu etablieren. Die Folge waren bürgerkriegsähnliche Verhältnisse, die vielerorts von der Reichswehr blutig beendet wurden.

Die Bewertung der Ereignisse im Ruhrgebiet 1920 ist bis heute außerordentlich umstritten.Eine neutrale und objektive Darstellung des Bürgerkriegs an der Ruhr ist bis heute sehr schwierig. Wilfried Reininghaus analysiert zeitgenössische, objektive aber auch äußerst einseitige Darstellungen der Ereignisse und versucht so zu einem besseren Verständnis der aufgeheizten Stimmung des März 1920 beizutragen.

Stadtarchiv Dortmund
Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Heidelberg)

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