Jesus aus Davids Stamm. Die Kirchenfenster von Heilig-Geist aus dem Jahr 1942

01.07.2026 | 19:00 Uhr | Heilig-Geist-Kirche, Neuer Graben 162 | Egbert Ballhorn

Mitten im Bombenkrieg konzipieren Pfarrer Emil Rath, ein erklärter Gegner des Nationalsozialismus, und die junge Künstlerin Margarete Franke neue Kirchenfenster für die Heilig-Geist-Kirche in Dortmund. Das letzte Buch des Neuen Testaments, die Offenbarung des Johannes, wird in Schrift und Symbolen in Glasmalerei übersetzt. Dabei werden auch Davidsterne verwendet. Vor dem Hintergrund, dass jüdische Menschen ab 1941 gezwungen waren, dieses Symbol in der Öffentlichkeit zu tragen, kann die Verwendung dieses Zeichens in den Kirchenfenstern nur als Bekenntnis zur bleibenden Erwählung Israels gedeutet werden. 

Der Alttestamentler Egbert Ballhorn von der TU Dortmund erläutert das einzigartige Bildprogramm des Fensterzyklus vor dem Hintergrund der biblischen Texte und der jahrhundertelangen Israelvergessenheit der christlichen Kirchen. Der Vortrag findet in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. statt.

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